Bonusbedingungen: sechs Zeilen, die alles entscheiden
Ein Bedingungstext hat viele Absätze, aber nur sechs davon verändern das Ergebnis: wie viel ein Einsatz zählt, welche Titel nichts bewegen, wie hoch ein Einsatz während des Umsatzes sein darf, wann die Frist endet, welcher Saldo zuerst sinkt und was eine Auszahlung vor der Erfüllung kostet. Diese Seite sagt bei jeder dieser Zeilen, wo sie üblicherweise steht und was ihr Fehlen bedeutet.
Warum sechs Zeilen und nicht der beworbene Satz
Über einem Angebot steht eine große Zahl, und darunter stehen klein die Angaben, aus denen sich das Ergebnis tatsächlich ergibt. Diese Anordnung hat einen Zweck: Die große Zahl soll Aufmerksamkeit erzeugen, die kleinen Zeilen sollen rechtlich tragen. Für eine Beurteilung heißt das, dass man den Text von unten her liest.
Alle sechs Zeilen, um die es hier geht, teilen zwei Eigenschaften. Keine von ihnen erscheint in einer Werbeanzeige, und jede einzelne kann den Aufwand verdoppeln oder den gesamten Vorgang beenden. Fünf davon verlängern die Arbeit; die sechste kann in einem einzigen Klick löschen, was zuvor erreicht wurde.
Wie aus diesen Angaben eine Vergleichszahl wird, ist Gegenstand einer eigenen Seite: Das Verfahren samt Umrechnung in Minuten steht unter Bonus im Vergleich lesen. Hier geht es um die Zeilen selbst, also um die Frage, welcher Satz im Text welche Folge hat und an welcher Stelle er typischerweise versteckt ist.
Eine Vorbemerkung zu Zahlen: Diese Seite nennt keine Bedingungen einer bestimmten Marke, weil belegte Unterlagen dazu nicht vorliegen. Sämtliche Werte in den Rechenbeispielen sind frei gewählt und dienen allein dazu, die Größenordnung sichtbar zu machen. Verbindlich ist immer der Text, dem Sie zustimmen, in der Fassung dieses Augenblicks.
Und eine zum Lesen selbst: Nehmen Sie sich den vollständigen Bedingungstext, nicht die Zusammenfassung auf der Angebotsseite. Zusammenfassungen lassen regelmäßig genau jene Angaben aus, die hier besprochen werden, und zwar nicht aus Bosheit, sondern weil sie kurz sein sollen.

Erste Zeile: wie viel ein Einsatz überhaupt zählt
Ein Euro Einsatz senkt die offene Forderung nicht zwangsläufig um einen Euro. Die Anrechnung legt fest, welcher Anteil eines Einsatzes auf die Forderung angerechnet wird, und dieser Anteil hängt von der Spielart ab. Üblich ist eine Liste mit Spielarten in einer Spalte und Anteilen in der anderen.
Entscheidend ist dabei nicht die Liste als Ganzes, sondern die Zeile, die Ihre eigenen Gewohnheiten betrifft. Wer ohnehin nur zwei oder drei Titel öffnet, braucht nur deren Anteil. Steht dort ein voller Anteil, entspricht die Forderung in Euro der Summe Ihrer Einsätze; steht dort die Hälfte, brauchen Sie die doppelte Summe; steht dort ein Zehntel, die zehnfache.
Das Diagramm oben führt genau diese Spanne vor. Eine Forderung von dreihundert Euro bedeutet bei vollem Anteil fünfundzwanzig Minuten reine Spielzeit, bei einem Zehntel zweihundertfünfzig Minuten. Zwischen beiden Fällen liegt derselbe Text, dasselbe Angebot und dieselbe beworbene Zahl – nur eine andere Zeile in einer Liste.
Zwei Formulierungen in dieser Zeile verdienen Misstrauen. Verweist der Text pauschal auf Spielarten, ohne sie zu benennen, lässt sich die Zeile nicht anwenden. Behält er sich Änderungen der Liste während der laufenden Frist vor, ist der Anteil keine feste Größe, sondern eine, die während Ihrer Arbeit sinken kann.
Nützlich ist eine kleine Gewohnheit: Schreiben Sie die Anteile Ihrer zwei Lieblingstitel auf ein Blatt, bevor Sie zustimmen. Diese Notiz ist später der einzige Beleg dafür, mit welcher Grundlage Sie gerechnet haben, und sie dauert eine halbe Minute.
Zweite Zeile: Titel, in denen nichts vorangeht
Ein Ausschluss ist kein kleiner Anteil, sondern gar keiner. Einsätze in einem ausgeschlossenen Titel kosten Geld und bewegen die Forderung um keinen Cent. Für den Fortschritt sind solche Partien verloren, auch wenn sie im Konto als Einsatz erscheinen.
Der Ausschluss steht fast nie dort, wo die Anrechnungsliste endet, sondern in einer Fußnote darunter oder in einem gesonderten Anhang. Manche Texte führen einzelne Titel namentlich auf, andere beschreiben Merkmale: Spiele mit besonders hoher Auszahlungsquote, Spiele mit festen Gewinnstufen, Spiele mit mehreren gleichzeitig laufenden Einsatzfeldern.
Die zweite Form ist die unangenehmere, weil sie eine Beurteilung von Ihnen verlangt. Sie müssen dann für jeden Titel selbst entscheiden, ob er unter die Beschreibung fällt, und bei einem Irrtum bleibt der Fortschritt aus, ohne dass eine Meldung erscheint. Fragen Sie in diesem Fall vor dem Spielen beim Kundendienst nach und bewahren Sie die Antwort.
Eine Nebenwirkung des Ausschlusses wird oft übersehen: Er verändert nicht die Forderung, sondern Ihre Auswahl. Ein Angebot mit moderater Forderung, das gerade die Titel ausschließt, die Sie öffnen würden, ist schlechter als eines mit höherer Forderung und vollständiger Anrechnung – und zwar deutlich, denn im ersten Fall müssten Sie Ihre Gewohnheit ändern, um überhaupt vorwärtszukommen.
Praktisch brauchbar ist deshalb folgender Ablauf: zuerst die eigenen Titel notieren, dann die Ausschlussliste lesen, dann erst die Anrechnung. Wer in dieser Reihenfolge arbeitet, hört bei einem Drittel der Angebote schon nach dem zweiten Schritt auf.

Dritte Zeile: der Höchsteinsatz während der Umsatzphase
Diese Zeile ist die am häufigsten überlesene und die mit der härtesten Folge. Sie legt fest, wie viel eine einzelne Partie kosten darf, solange eine Forderung offen ist, und ein Verstoß dagegen führt in vielen Texten nicht zu einer Warnung, sondern zum Verfall des gebundenen Betrags.
Der Grund dafür ist durchsichtig: Ein hoher Einsatz trägt die Forderung schnell ab und erzeugt zugleich die Möglichkeit großer Ergebnisse. Mit einer Obergrenze wird beides begrenzt. Für Sie bedeutet sie zweierlei – eine Pflicht, auf die Einsatzhöhe zu achten, und eine Rechengröße, aus der die Dauer folgt.
Im erlaubten deutschen Markt gibt es daneben eine gesetzliche Decke, die unabhängig von jedem Angebot gilt: Nach § 22a Abs. 7 des Glücksspielstaatsvertrags 2021 darf eine Partie höchstens einen Euro kosten; die zuständige Behörde kann diesen Wert ändern. Eine Bedingung, die während der Umsatzphase mehr als einen Euro erlaubt, kann hier also nicht greifen – ein solcher Text wurde nicht für diesen Markt geschrieben. Woran ein Angebot im erlaubten Rahmen sonst erkennbar ist, steht unter erlaubtes Automatenspiel.
Aus der Decke folgt die Mindestdauer jeder Forderung. Jeder Euro der Forderung entspricht mindestens einer Partie, und jede Partie dauert nach § 22a Abs. 6 im Mittel mindestens fünf Sekunden. Eine Forderung von sechshundert Euro ist damit nicht unter fünfzig Minuten erfüllbar, gleich wie zügig Sie klicken.
Unterschreitet die Bedingung die gesetzliche Decke – erlaubt sie etwa nur zwanzig Cent je Partie –, vervielfacht sich die Dauer entsprechend. Dieselben sechshundert Euro bestehen dann aus dreitausend Partien und damit aus mehr als vier Stunden. Die Forderung in Euro hat sich nicht verändert, die Aufgabe um das Fünffache.
Vierte Zeile: die Frist und ihr Startpunkt
Eine Frist hat zwei Bestandteile, und die Werbung nennt höchstens einen. Die Länge in Tagen ist die bekanntere; der Startpunkt entscheidet darüber, wie viele dieser Tage Ihnen tatsächlich bleiben.
Drei Startpunkte kommen in Texten vor. Die Frist kann mit der Gutschrift beginnen, mit der qualifizierenden Einzahlung oder mit der ersten angerechneten Partie. Beim ersten und zweiten Fall verlieren Sie die Zeit zwischen Gutschrift und Spielbeginn, beim dritten nicht. Wer ein Angebot am Freitagabend annimmt und am Montag anfängt, hat je nach Formulierung drei Tage weniger.
Die zweite Frage zur Frist lautet, ob sie bei Untätigkeit weiterläuft. Üblich ist das, und die Folge rechnet sich einfach: Jeder spielfreie Tag erhöht die Portion für die verbleibenden Tage. Fünfzig Minuten auf sieben Tage sind rund sieben Minuten täglich; nach vier Pausentagen sind es siebzehn.
Bei Angeboten mit Rundenpaketen gibt es regelmäßig zwei Fristen gleichzeitig: eine zum Abspielen der Runden und eine zum Erfüllen der Forderung, die daraus entsteht. Dass die zweite erst mit der Zuschreibung des Gewinns beginnt, macht spätes Abspielen gefährlich, weil es die verbleibende Zeit still verkürzt. Diese Eigenart ist auf der Startseite dieses Angebots ausführlich behandelt.
Was beim Ablauf der Frist geschieht, steht meist im gleichen Absatz und sollte wörtlich gelesen werden. Üblich ist, dass der gebundene Betrag samt der daraus entstandenen Gewinne entfällt, während der eigene Echtgeldsaldo unberührt bleibt. Es gibt aber Texte, die den gesamten Saldo am Ende der Frist abrechnen; dieser Unterschied ist zu wichtig, um ihn zu vermuten.

Fünfte Zeile: welcher Saldo zuerst sinkt
Ein Konto mit laufender Forderung hat zwei Felder: eines mit Ihrem Geld und eines mit dem gebundenen Betrag. Die Reihenfolge der Abbuchung legt fest, aus welchem Feld eine Partie bezahlt wird, und diese Angabe steht fast immer in einem Nebensatz.
Sinkt zuerst das eigene Feld, spielen Sie mit Ihrem Geld, während der gebundene Betrag unangetastet daneben liegt. Die Forderung sinkt dabei trotzdem, denn angerechnet werden die Einsätze. Der Nachteil: Ihr frei verfügbares Guthaben wird aufgebraucht, bevor überhaupt etwas aus dem anderen Feld eingesetzt wurde.
Sinkt zuerst das gebundene Feld, bleibt Ihr Geld zunächst liegen – wirkt besser und bringt ein eigenes Problem mit: Solange der gebundene Betrag noch läuft, binden viele Texte auch das eigene Guthaben an das Ergebnis des Vorgangs, sodass eine Auszahlung in dieser Zeit nicht möglich ist, ohne das Angebot abzubrechen.
Die dritte Variante ist eine anteilige Abbuchung aus beiden Feldern. Sie ist selten, ist in der Wirkung eine Mischung aus beiden Fällen und macht das Mitrechnen schwierig, weil nach jeder Partie beide Felder einen anderen Stand haben.
Die praktische Frage dahinter ist immer dieselbe: Könnten Sie mitten im Vorgang über Ihr eigenes Geld verfügen, ohne das Angebot aufzugeben? Steht die Antwort nicht im Text, nehmen Sie an, dass es nicht geht, und zahlen Sie entsprechend nur ein, was in dieser Zeit nicht gebraucht wird. Wie eine Einzahlung technisch abläuft und welche Grenzen dabei zuerst greifen, erklärt die Seite zu den Einzahlungswegen.
Sechste Zeile: Auszahlung vor der Erfüllung
Diese Zeile beschreibt den Abbruch. Sie steht im Schlussabsatz oder in einem Anhang und beantwortet die Frage, was geschieht, wenn Sie eine Auszahlung beantragen, während die Forderung noch offen ist.
Die mildeste Form lautet, dass der gebundene Betrag samt der daraus entstandenen Gewinne entfällt und Ihr eigenes Guthaben ausgezahlt wird. Das ist unangenehm, aber kalkulierbar: Sie verlieren, was Sie noch nicht verdient hatten. Eine strengere Form zieht den Gegenwert der Gutschrift von der Auszahlung ab, sodass Ihr eigenes Geld nicht vollständig zurückkommt. Die strengste erklärt den gesamten Vorgang für gegenstandslos und behandelt alle in dieser Zeit erzielten Gewinne als nicht entstanden.
Welche der drei Formen gilt, ist vor der Zustimmung mit einem Blick zu klären und hinterher gar nicht mehr. Deshalb gehört diese Zeile an das Ende der Prüfung, aber nicht an das Ende der Aufmerksamkeit: Sie ist die einzige der sechs, die rückwirkend wirkt.
Eine zweite Frage gehört in denselben Absatz: Lässt sich ein Angebot ablehnen, nachdem es gutgeschrieben wurde? Manche Texte sehen eine Möglichkeit vor, den gebundenen Betrag vor der ersten Partie zurückzugeben und damit frei weiterzuspielen. Wer das kennt, hat eine Rücktrittsmöglichkeit; wer es nicht kennt, hat sie faktisch nicht.
Und eine dritte: Was gilt bei einem Verstoß gegen eine der anderen fünf Zeilen? Üblich ist der Verfall des gebundenen Betrags, gelegentlich auch die Nichtanerkennung aller mit dem Verstoß erzielten Gewinne. Weil ein zu hoher Einsatz in der Umsatzphase schnell versehentlich passiert, ist diese Folge keine theoretische. Wie sich ein solcher Abbruch auf die anschließende Auszahlung auswirkt, behandelt die Seite zur Auszahlungspraxis.
Die sechs Zeilen in zehn Minuten prüfen
Der folgende Ablauf setzt den vollständigen Bedingungstext voraus und braucht ein Blatt mit sechs Zeilen. Abgebrochen wird, sobald eine Zeile nicht ausfüllbar ist – nicht, weil das Angebot dann schlecht wäre, sondern weil es dann nicht beurteilbar ist.
- Minute eins und zwei: Suchen Sie die Anrechnungsliste und schreiben Sie den Anteil für Ihre zwei gewohnten Titel heraus.
- Minute drei: Lesen Sie die Fußnote darunter und prüfen Sie, ob einer dieser Titel ausgeschlossen ist.
- Minute vier: Suchen Sie den Höchsteinsatz für die Umsatzphase; steht dort ein Wert über einem Euro, gehört der Text nicht in den erlaubten deutschen Markt.
- Minute fünf und sechs: Notieren Sie Länge und Startpunkt der Frist und rechnen Sie die Portion je Tag aus.
- Minute sieben: Finden Sie den Nebensatz zur Abbuchungsreihenfolge.
- Minute acht und neun: Lesen Sie den Schlussabsatz zur vorzeitigen Auszahlung und zu den Folgen eines Verstoßes.
- Minute zehn: Sichern Sie den Text als Datei oder Bildschirmaufnahme, mit dem Datum.
Der letzte Punkt ist der am leichtesten zu überspringende und der einzige, der sich nicht nachholen lässt. Nahezu jeder Bedingungstext behält sich Änderungen vor; maßgeblich ist die Fassung, die im Moment Ihrer Zustimmung galt. Ohne eigene Kopie existiert dieser Stand später nicht mehr.
Zum rechtlichen Umfeld: Ob ein Anbieter in Deutschland erlaubt tätig sein darf, ergibt sich allein aus dem amtlichen Verzeichnis erlaubter Anbieter, das die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder führt. Gesucht wird dort die Gesellschaft aus der Anbieterkennzeichnung, nicht der Markenname, und der Eintrag muss die Spielform für virtuelle Automatenspiele ausweisen. Der vollständige Ablauf steht unter Zulassungsstatus selbst prüfen. Außerhalb dieses Rahmens ist die Beteiligung nach § 285 StGB strafbar; zugleich haben Zivilgerichte verlorene Einsätze mehrfach zugesprochen, weil ein Vertrag mit einem nicht erlaubten Anbieter nichtig sein kann. Ein geschlossenes Bild ergeben diese Entscheidungen bislang nicht, und ein Teil der Streitfragen ist beim Bundesgerichtshof anhängig.
Und der Hinweis, der zu diesem Thema gehört: Teilnehmen darf nur, wer achtzehn Jahre alt ist, und Geldspiel kann abhängig machen. Eine offene Forderung erzeugt Druck zum Weiterspielen – darin liegt ihr eigentliches Risiko, unabhängig von jeder Rechnung. Der monatliche Einzahlungsrahmen nach § 6c des Staatsvertrags, im Regelfall eintausend Euro über alle erlaubten Konten zusammen, lässt sich jederzeit nach unten setzen; welche weiteren Werkzeuge es gibt, steht unter Schutzmaßnahmen im Überblick. Wer darüber sprechen möchte, erreicht die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gebührenfrei und ohne Angabe eines Namens: 0800 1 37 27 00. Diese Seite ordnet redaktionell ein und ersetzt keine Rechtsberatung.
| Zeile | Üblicher Ort im Text | Wenn sie fehlt |
|---|---|---|
| Anrechnung je Spielart | eigene Liste, oft am Ende | Aufwand nicht errechenbar |
| Ausschluss einzelner Titel | Fußnote unter der Liste | Fortschritt nicht vorhersehbar |
| Höchsteinsatz während des Umsatzes | Absatz über die Umsatzphase | Dauer nicht bestimmbar |
| Frist samt Startpunkt | Satz nach der Gutschrift | Tagesdosis nicht teilbar |
| Reihenfolge der Abbuchung | Nebensatz zum Saldo | freie Verfügung unklar |
| Auszahlung vor Erfüllung | Schlussabsatz oder Anhang | Folge eines Abbruchs offen |
22BET+250 % auf die EinzahlungJetzt spielenVon der Redaktion verifiziert · Stand 27.10.2026. Rechtliche Angaben folgen dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 und den Veröffentlichungen der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Angaben zu Angeboten einzelner Betreiber geben deren eigene Darstellung wieder.
Fragen zum Bonus
Welche sechs Zeilen sind gemeint?
Anrechnung je Spielart, Ausschluss einzelner Titel, Höchsteinsatz während der Umsatzphase, Frist samt Startpunkt, Reihenfolge der Abbuchung und die Folge einer Auszahlung vor der Erfüllung. Keine dieser Angaben steht in einer Anzeige.
Warum ist die Anrechnung wichtiger als der Faktor?
Weil sie bestimmt, welcher Teil eines Einsatzes die Forderung senkt. Bei einem Zehntel Anrechnung brauchen Sie die zehnfache Einsatzsumme für dieselbe Forderung, ohne dass sich die beworbene Zahl ändert.
Was passiert bei einem Einsatz in einem ausgeschlossenen Titel?
Der Einsatz kostet Geld und senkt die Forderung nicht. Eine Meldung erscheint dabei in der Regel nicht, weshalb ein Irrtum erst beim Blick auf den Fortschritt auffällt.
Wie hoch darf ein Einsatz in Deutschland höchstens sein?
Nach § 22a Abs. 7 GlüStV 2021 höchstens einen Euro je Partie bei virtuellen Automatenspielen; die Behörde darf diesen Wert ändern. Eine Bonusbedingung kann darunter bleiben, aber nicht darüber hinausgehen.
Woran erkenne ich, dass ein Bedingungstext nicht für Deutschland gilt?
Ein für die Umsatzphase erlaubter Einsatz über einem Euro je Partie ist das deutlichste Zeichen. Ebenso Hinweise auf Jackpots oder auf automatisch ablaufende Runden, die hier nicht zulässig sind.
Ab wann läuft die Frist?
Je nach Text ab der Gutschrift, ab der qualifizierenden Einzahlung oder ab der ersten angerechneten Partie. Die ersten beiden Varianten kosten Sie die Zeit bis zum Spielbeginn, die dritte nicht.
Was bedeutet die Reihenfolge der Abbuchung?
Sie legt fest, aus welchem Feld eine Partie bezahlt wird: aus Ihrem eigenen Guthaben oder aus dem gebundenen Betrag. Davon hängt ab, ob Sie während des Vorgangs über eigenes Geld verfügen können.
Was kostet eine Auszahlung vor der Erfüllung?
Üblich ist der Verfall des gebundenen Betrags samt der daraus entstandenen Gewinne. Strengere Texte ziehen den Gegenwert der Gutschrift ab oder erklären alle in dieser Zeit erzielten Gewinne für nicht entstanden.
Kann ein Anbieter die Bedingungen nachträglich ändern?
Fast jeder Text behält sich Änderungen vor. Maßgeblich ist die Fassung im Moment Ihrer Zustimmung, weshalb eine eigene Kopie mit Datum der einzige Beleg dafür ist.
Wie lange dauert diese Prüfung?
Beim ersten Angebot etwa zehn Minuten, danach deutlich weniger. Gegenüber den Minuten, die eine Forderung an reiner Spielzeit verlangt, ist das ein günstiges Verhältnis.
Verifiziert am 27.10.2026 · 18+ · Verantwortungsvolles Spielen